Ergebnis der 2. offenen Arbeitskreis-Sitzung am 23.09.2009

Folie 1
Folie 2
Folie 3
Folie 4
Folie 5
 

von 19:00 – 22:00 Uhr im Pfarrjugendheim St. Peter in Merken.

Anwesend waren 35 Bürgerinnen und Bürger sowie Herr Sordon vom Planungsamt und Herr Runge vom Umweltamt der Stadt Düren.
Der Abend hatte drei Themen:

1. Dorfökologie
2. Bedachte Sportstätten und ein Bürgerhaus am Schützenplatz
3. Gestaltung der Dorfmitte

Ursprünglich war geplant, eine der noch ausstehenden beiden Arbeitskreissitzungen zu einer Exkursion nach Brüggen–Born umzuwandeln. Da aber noch eine Fülle an Themen gemeinsam bearbeitet werden sollen und dies für einen Abend zu viel wäre, biete ich an, die Exkursion organisatorisch und inhaltlich vorzubereiten. Die Kontakte zu den Dorferneuerungsakteuren in Born würden von mir hergestellt. Den Tag in Born selber - ein Samstag (bislang favorisiert) oder Sonntag – würden Sie dort ohne mich verbringen. Der Austausch zwischen den Betroffenen steht bei einer Exkursion im Vordergrund, genauso wie der Blick über den Tellerrand hinaus.
Wer grundsätzlich Interesse an dieser Exkursion hat, sollte mir bitte bis zum 12. Oktober 2009 eine Email schicken mit Angabe des bevorzugten Tages (Samstag oder Sonntag) oder mich unter Tel. 0241–401 3434 anrufen.
Um die Jugend im Ort besser anzusprechen, werde ich im Zusammenhang mit der Dorferneuerung ein Plakat entwerfen, das die bis jetzt behandelten Themen, die mit oder für Jugendliche diskutiert werden, plakativ darstellt. Dieses werden wir an zentralen Stellen im Dorf aufhängen.

1. Dorfökologie

Folie 06
Folie 17
Folie 16
Folie 15
Folie 14
Folie 13
Folie 12
Folie 11
Folie 10
Folie 09
Folie 08
Folie 07
Folie 18
 

Über das Luftbild erhält man einen ersten Überblick der Lage von Merken im Raum zwischen der Ruraue im Osten, der Autobahn A4 im Süden und den landwirtschaftlichen Nutzflächen im Westen und Norden (Folie 06).
In der Biotoptypenkarte werden die im Luftbild nur grob zu identifizierenden Lebensraumtypen und Strukturen mit unterschiedlichen Symbolen, Farben und Beschriftungen lagegenau dargestellt (Folie 07).
Im Einzelnen umfasst der Katalog der Biotoptypen zahlreiche Einheiten: Kleingehölze, Wirtschaftsgrünland und Brachen, Gewässer, Gesteinsbiotope und weitere anthropogene (vom Menschen begründete) Biotope (Folie 08-10).
Beispielhafte Ausschnitte aus der Biotoptypenkarte zeigen für die Bereiche am Dorfteich und im Dümpel den hohen Auflösungsgrad der Darstellung (Folie 11-12).
Neben der Anfertigung der Biotoptypenkarte umfasst die ökologische Bestandsaufnahme auch die Erfassung der schützenswerten Landschaftsbestandteile, welche neben einer Übersichtskarte auch noch einmal separat aufgelistet werden (Folie 13-14).
Aus den erfassten Grundlagen lassen sich Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der ökologischen Situation in Merken sowie in der Umgebung ableiten. Besonders wichtige Vorschläge werden in einer Übersichtskarte dargestellt (Folie 15).
Der Maßnahmenkatalog umfasst weitere detaillierte Empfehlungen (Folie 16-17).
Als eine der vordringlichsten Maßnahmen wird die Renaturierung des Schlichbachs angesehen (Folie 18).
Hierzu siehe auch Protokoll der 1. Arbeitskreissitzung

Anhand aussagekräftigen Bildmaterials werden positive und negative Beispiele der Dorfökologie in Merken vor- und gegenübergestellt: Dorfteich, Mühlenteich, Schlichbach, Wege, Wegrandstrukturen, Freiflächen im Dorf, Dorfrandgestaltung, Mauern, Fassaden und Gärten (Folie 19-46).

Folie 19
Folie 34
Folie 35
Folie 36
Folie 37
Folie 38
Folie 39
Folie 40
Folie 41
Folie 42
Folie 43
Folie 44
Folie 45
Folie 33
Folie 32
Folie 20
Folie 21
Folie 22
Folie 23
Folie 24
Folie 25
Folie 26
Folie 27
Folie 28
Folie 29
Folie 30
Folie 31
Folie 46
 
 
Folie 47
Folie 48
Folie 49
 

Mit den Überschwemmungen im Dorf und den Staubemissionen an der Umschlagstation (altes Silo) wird auf aktuelle ökologische Probleme in Merken eingegangen. Die Umsetzung der im Schlichbachkonzept und in der ersten Arbeitskreissitzung vorgestellten Maßnahmen zur Schlichbachrenaturierung können einen Beitrag dazu leisten, dass die Überflutungsgefahr verringert wird. Dies ist allerdings immer nur ein Baustein in einem Puzzle. Um die Staubimmissionen zu verringern, müssten an erster Stelle der betriebliche Immissionsschutz verbessert werden. Zusätzliche Pflanzungen von Hecken sind wünschenswert. Wie sich der Betrieb gestalterisch durch Begrünungen besser ins Straßenbild einfügen könnte, soll in einer der nächsten Arbeitskreissitzungen gezeigt werden (Folie 47-48).
Der Dorfteich als das „ökologische Highlight“ in Merken steht stellvertretend für die Absicht, eine aus ökologischer Sicht hohe Lebensqualität im Dorf anzustreben (Folie 49).

2a. Bedachte Sportstätten

Folie 50
Folie 64
Folie 63
Folie 62
Folie 61
Folie 60
Folie 59
Folie 58
Folie 57
Folie 56
Folie 55
Folie 54
Folie 53b
Folie 53a
Folie 52
Folie 51
Folie 65
 

Zunächst wurde der Bestand an bedachten Sportstätten und deren Potenzial dargestellt (Folie 50-53b).
Unter der Prämisse, dass die Mehrzweckhalle stark sanierungsbedürftig ist und deren Schließung beim nächsten größeren Schaden angedacht ist, müssen wir die Belegungspläne der MZH und der Sporthalle an der Grundschule gut betrachten. Fazit ist, dass bei einer ersatzlosen Schließung im Winter unverhältnismäßig viele Vereins- und Schulsportstunden entfallen müssten. Besonders betroffen wären davon Kinder und Jugendliche. In Zeiten, in denen wir uns Sorgen um Jugendgewalt, Anfälligkeit für rechtsextreme Gruppierungen, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit oder Fantasielosigkeit machen, um nur einige Aspekte aufzulisten, darf man nicht an den Sportmöglichkeiten sparen. Gerade Teamsportarten fördern die sozialen Kompetenzen. Daher ist die Planung einer Ersatzsportstätte für die Mehrzweckhalle unerlässlich (Folie 54–63).
Eine Möglichkeit besteht hier im Bau einer zweiten Halle an der bestehenden Turnhalle der Grundschule. Eine weitere Möglichkeit wäre im Zusammenhang mit einem neuen Bürgerhaus am Schützenplatz gegeben. In jedem Fall müssen bei einem Abriss der Mehrzweckhalle am Sportplatz Sanitär- und Umkleideräume gebaut werden (Folie 64–65).

2b. Bürgerhaus am Schützenplatz

Folie 66
Folie 79
Folie 80
Folie 81
Folie 82
Folie 83
Folie 84
Folie 85
Folie 86
Folie 87
Folie 88
Folie 78
Folie 77
Folie 67
Folie 68
Folie 69
Folie 70
Folie 71
Folie 72
Folie 73
Folie 74
Folie 75
Folie 76
Folie 89

Zunächst ein kurzer Rückblick auf die Zukunftswerkstatt, in der mehrere Gruppen bereits ein Bürgerhaus als Ersatz für die Mehrzweckhalle auf dem Schützenplatz dargestellt hatten. Die Gruppenarbeiten zeigten, dass der Schützenplatz im Zentrum des Dorfes ein idealer Platz für ein Bürgerhaus sein könnte. Auch wurde dieser Wunsch in der ersten Arbeitskreissitzung nochmals geäußert. So wurde die Idee entwickelt einen Raum zu schaffen, der ausreichend Platz für die Ausübung von Sportaktivitäten ermöglichen würde und zudem Räumlichkeiten für Vereine anbieten könnte. Auch im Hinblick auf die Zukunft wurde überlegt, das die Synergien der Vereine für ein solches Objekt aus ökonomischer Sicht von Nutzen wäre (Folie 66–67)
Der Bestand am Schützenplatz, wurde nochmals anhand von Bildern dargestellt (Folie 68–75).
Das Bürgerhaus befindet sich hinsichtlich der Umgebung auf einer Freifläche des Platzes und ist von dem bestehenden Bolz- sowie Spiel- und Grillplatz eingefasst. Der Entwurf verfügt über Terrassen, welche zum Weiher orientiert sind (Folie 76–77).
Im Weiteren wurden zwei Varianten für ein Bürgerhaus dargestellt. Die erste Variante beinhaltet die Darstellung eines Bürgerhauses mit einem Mehrzwecksaal, der auch für sportliche Aktivitäten genutzt werden sollte. Sanitär- und Umkleideräume werden auf gleicher Ebene angeboten. Zudem bietet diese Variante ausreichend Platz für ca. 4 Vereine (Folie 78–80).
Variante zwei zeigt ein Bürgerhaus mit der Anschlussmöglichkeit für ein Festzelt. Diese Variante sollte mit dem Projekt einer zweiten Turnhalle an der Grundschule kombiniert werden, um die dauerhafte Sicherstellung des Sportangebotes in Merken, auch über die Standzeit der Mehrzweckhalle hinaus, zu ermöglichen. Die Räumlichkeiten sind ähnlich der ersten Variante angeordnet, mit Ausnahme der Erschließung. Das Zelt für Festivitäten könnte bei Bedarf im Bereich der Küche und dem Eingang an der Sebastianusstraße angedockt werden. Die obere Ebene ist in beiden Varianten von den spezifischen Räumen des Schützenvereins bestimmt. In der oberen Ebene bestehen im Entwurf zudem die Möglichkeiten die Räume mit einer offenen Satteldachkonstruktion zu gestalten oder mit abgehangenen Decken zu versehen (Folie 81-85).
Die digital simulierten Eindrücke zum Ende des Beitrags zeigen eine mögliche Gestaltung des Bürgerhauses. Die Fassade könnte aus ortstypischem Ziegelmauerwerk errichtet werden, so dass sich der Baukörper harmonisch in die Umgebung einfügt. Die Darstellung des Mehrzwecksaals gab den Merkenern einen Eindruck, wie es in Zukunft aussehen könnte (Folie 86-89).
Die sich anschließende Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern zeigte, dass der Wunsch nach einem Bürgerhaus durchaus vorhanden ist, aber noch Fragen z. B. im Hinblick auf eine Belegung durch die Vereine gegeben sind. Insbesondere die Koordination der gemeinschaftlich genutzten Bereiche müssten über eine „Betreibergruppe“ organisiert werden. An die Aufgabe der eigenständigen Verwaltung, bzw. Verfügung der vereinsspezifischen Räume ist nicht gedacht. Des Weiteren kam die Anregung den Entwurf des Bürgerhauses ähnlich einem „Baukastenprinzip“ zu gestalten, so dass die Möglichkeit besteht den Entwurf über die Jahre hinweg dem Bedarf entsprechend zu realisieren. Diese Vorschläge müssen in den einzelnen Vereinen und Gruppen in den nächsten Monaten (bis zum Jahresende) diskutiert werden. Dem Planungsbüro sollte dann ein Feedback zugestellt werden. Darin können auch noch speziellere Wünsche zum Raumprogramm bzw. den –erfordernissen angesprochen werden. Neben dem Schützenverein und dem Mandolinenclub fänden ja auch noch weitere Vereine oder Gruppen dort Platz. Der Geschichtsverein hat schon Interesse bekundet. Bitte teilen Sie uns mit, wer sich noch ein ernsthaft vorstellen könnte, für seinen Verein eine Heimat in einem Bürgerhaus zu finden.

3. Dorfmitte

Beginnend mit einem Rückblick auf den Bestand und Kurzworkshop der ersten Arbeitskreissitzung wurden die drei Bürgerentwürfe gezeigt. Auffallend bei diesen Skizzen war die übereinstimmende strukturelle Verteilung zwischen Paulstraße, Kirchenvorplatz und Peterstraße. Funktionen wie Parken wurde primär in die Paul- und Peterstraße gelegt, während sich der Kirchenvorplatz öffnet und eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen soll. Die Kirchenmauer wurde von allen drei Gruppen entfernt. Auch das Ehrenmal findet sich nur bei einer Gruppe noch in Kirchennähe.  Eine Gruppe hatte sich auch Gedanken zu einer geänderten Linienführung der Buslinie gemacht, um auch das Unterdorf besser zu erschließen (Folie 90–107).

Folie 90
Folie 106
Folie 105
Folie 104
Folie 103
Folie 102
Folie 101
Folie 100
Folie 99
Folie 98
Folie 97
Folie 96
Folie 95
Folie 94
Folie 93
Folie 92
Folie 91
Folie 107
 
 
Folie 108
Folie 109
Folie 110
Folie 111

Zu diesem ÖPNV-Vorschlag haben wir zwei Beispiele für eine Linienführung ergänzt. Beide Alternativen führen durch das Dorf und könnten eine Haltestelle an der Peterstraße in Höhe der Brigidastraße erhalten. Beim zweiten Vorschlag führe der Bus zudem am Kindergarten und nahe CWS in der Katharinenstraße vorbei, so dass auch hier evtl. ein Stopp sinnvoll sein könnte (Folie 108-109).
Die drei Varianten zur Gestaltung der Dorfmitte, die in der Sitzung vorgestellt wurden, basieren erstens auf einem Arbeitsgespräch mit Prof. Dr. Meisenheimer bzgl. Veränderungen am von ihm vor 40 Jahren geschaffenen Ehrenmal und setzen zweitens die erhebliche Reduzierung des Verkehrs (insbesondere des LKW-Verkehrs) in der Ortsmitte infolge des Baus der K 35n voraus (Folie 110–111).

Dorfmitte Variante A

Folie 112
Folie 113
Folie 114
Folie 115

Variante A sieht eine Verschwenkung der Paulstraße vor der Kirche vor. Die Asphaltfahrgasse der Peterstraße ist im Kreuzungsbereich unterbrochen, so dass hier Schrittgeschwindigkeit die Folge sein muss. Im Bereich der Paulstraße sind Parkplätze, hauptsächlich als Senkrechtparker angeordnet und vom Gehweg durch eine niedrige Schnitthecke und Laubbäume getrennt. Vor den Bäckereien kann man bei Bedarf den Gehweg verbreitern, so dass eine Erweiterung zum Café mit Außengastronomie möglich wäre. Die Bushaltestellen würden ohne Busbuchten angeordnet. Die Recyclingcontainer sollten um 90 Grad gedreht werden und eine Eingrünung mit einer Buchenschnitthecke als Sichtschutz erhalten. Der Kirchenvorplatz zeichnet sich durch eine Rasenböschung anstelle der Betonmauer aus. Eine langgezogene Rampe mit sanfter Steigung erschließt den Haupteingang der Kirche von dieser Seite barrierefrei. Neben der sich weit öffnenden Treppenanlage könnte eine Rutschbahn ins Gelände gebaut werden, so dass z. B. auch die Kinder beschäftigt sind, während die Erwachsenen vor oder nach der Messe miteinander reden. Vom Ehrenmal würden in diesem Vorschlag zwei Elemente entfernt, um eine Verbindung zur Bebauung an der östlichen Platzseite zu schaffen. Auch die Gaststätte an der Ecke zur Peterstraße bekäme so die Möglichkeit zur Außengastronomie, was den Platz im Sommer deutlich beleben würde. Entlang der Peterstraße wäre nach wie vor Längsparken am Straßenrand möglich. Um den dreieckigen Platz am ehemaligen Hauptzugang zur Kirche zu integrieren bietet es sich an einige Schrägparker von der Straße aus anzulegen. Rechts der Sichtachse des Kirchturms sollte ein zweiter Baum gepflanzt werden, um den Blick auf den Kirchturm zu betonen. Eine Veränderung des Kirchen- und Sakristeizugangs von dieser Seite aus, ermöglicht ebenfalls den bequemen stufenlosen Zugang. Rund um die Kirche sollten mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Grundsätzlich sollte bei allen Varianten das Thema Fassadenbegrünung Berücksichtigung finden (Folie 112–115).

Dorfmitte Variante B

Folie 116
Folie 117
Folie 118
Folie 119

Variante B zeigt im Bereich der Paulstraße die bauliche Möglichkeit für einen Nahversorger mit unter 800 m² Verkaufsfläche auf. Ein länglicher Baukörper dort, wo früher die Rübenkrautfabrik stand, der die Wirtschaftsgebäude des angrenzenden ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes integriert. Die Zufahrt zu einem kleinen Parkplatz mit ca. 30 Stellplätzen wäre von der Paulstraße aus möglich. Auf dem Grundstücksteil zur Klapperstraße hin könnte ein Wohngebäude für Seniorenwohnungen oder ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Der Parkplatz sollte eine Öffnung zur Kirchgasse hin haben. Die Kreuzung mit der Peterstraße ist hier als Mini-Kreisverkehr (18 m) dargestellt, da dies schon in der Zukunftswerkstatt von Bürgern angedacht war. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass Kreisverkehre grundsätzlich keinen Beitrag zur Aufenthaltsqualität leisten und erheblichen Platz rein für Verkehr beanspruchen. Die Treppengestaltung zur Kirche hin reagiert auf den Kreisverkehr. Die Mauer der langen Rampe soll in jedem Fall mit z. B. Wildem Wein begrünt werden. Das Ehrenmal bliebe mit Ausnahme des nördlichen Teilstücks komplett erhalten. Die Fahrgassenanordnung und drei Baumreihen nehmen die strenge, gerade Struktur von Gebäudekante, Ehrenmal und Rampe auf. Beim Dreiecksplatz westlich der Kirche ist eine großzügige Platzgestaltung dargestellt. Zwar sollte der Bereich gepflastert werden, aber auf eine optische kontrastreiche Trennung des Gehwegbereichs durch Bordstein (Hoch- oder Tiefbord) und Rinne sollte geachtet werden. Falls eine Parkplatzmarkierung erforderlich ist, könnte die durch unterschiedliche Pflasterfarbe (nur die Begrenzungen) verdeutlicht werden. Diese Gestaltungsart gibt auf dem engen Raum die Meisten Nutzungsmöglichkeiten. Auf den Baum als Rahmen für den Kirchturm sollte jedoch nicht verzichtet werden (Folie 116–119).

Dorfmitte Variante C

Folie 120

Variante C stellt eine weite Möglichkeit für den Kirchenvorplatz dar. Die Treppe und die Mauer sind so belassen worden, wie wir sie heute finden. Vor die Mauer wurde allerdings eine lange bequeme Rampe gesetzt. Das Ehrenmal ist komplett vom Platz verschwunden. Parallel zur Gebäudekante ist ein klassischer symmetrischer Platz, mit feiner Schotterfläche und Sitzbänken zwischen zwei Baumreihen entstanden. Am südlichen Ende könnte ein Brunnen den Platz begrenzen. Der Brunnen könnte auch als ein ganz neu zu schaffendes Ehrenmal gestaltet werden (Gedenken an die Toten verbunden mit dem Wasser als Quell des Lebens) (Folie 120).

In der Diskussion kam als erstes die Frage nach dem Standort für den Maibaum auf. Dieser ist zwar hier nicht dargestellt, ist aber im Prinzip an vielen Stellen möglich. Nachdem Sie sich mit den verschiedenen Varianten genauer auseinandergesetzt haben, wird es auch hier möglich Ihren „Lieblingsstandort“ zu dokumentieren. Bei der Frage nach den bevorzugten Teilvarianten, die ja miteinander kombiniert werden könnten, waren die Wortmeldungen noch verhalten. Doch möchte ich die auch aus städtebaulicher Sicht sehr attraktive Kombination aus Paulstraße mit Nahversorger (B) und Kirchenvorplatz mit grüner Böschung (A) sowie dem Dreiecksplatz als Multifunktionsplatz (B) als Vorschlag aus der Merkener Reihe zur weiteren öffentlichen Diskussion stellen. Auf dem Dreiecksplatz („Maiplatz“) wünschte man sich doch mehr Grün. Die sehr beengte Situation gibt allerdings hier nur wenig Möglichkeiten. Auch sollte man nicht die Augen davor verschließen, dass schon jetzt eine Aufwertung erfolgen könnte, wenn man die vorhandenen Beete mit artenreichen Stauden und standortheimischen Laubgehölzen pflegen würde. Diese Aufgabe sollte in einem Dorf von Ehrenamtlern übernommen werden. Die Maijugend könnte mit „ihrem“ Platz einen Anfang machen und sich regelmäßig um die Beetpflege kümmern.

Astrid Urgatz

Nach oben