Protokoll der 4. Offenen Arbeitskreissitzung am 27. Januar 2010

von 19:00 - 22:15 Uhr im Pfarrjugendheim St. Peter in Merken

Anwesend waren 27 Bürgerinnen und Bürger sowie Herr Steffens und Herr Sordon vom Planungsamt und Herr Mannheims vom Wirtschaftsförderungsamt der Stadt Düren.

Der Abend hatte vier Themen:
1.    Straßen- und Platzgestaltung im Dorf
2.    Skaterplatz
3.    Seminarreihe für "DorfmacherInnen"
4.    Realisierung der Projekte - Was ist unser Anteil daran? Kurz-Workshop

Zur Erinnerung

an die Gräuel des Holocaust und die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 65 Jahren wurde zum Beginn eine Gedenkminute eingelegt. Nie wieder Krieg! Nie wieder Rassismus!

Aus aktuellem Anlass

wurde zu Beginn kurz über die Absicht der NPD, die Gaststätte am Sportplatz zu erwerben, und dort ein „Nationales Zentrum“ für NRW zu errichten, diskutiert.
Für das Dorf würde dies eine unglaubliche Belastung darstellen. Außerdem hätte der rechte Einfluss auf die Jugend nachhaltig negative Auswirkungen auf das Leben und die Zukunft in Merken. Der schon derzeit schwierigen Kommunikationskultur innerhalb der Dorfviertel und der Generationen wäre diese Einrichtung abträglich.

Thema 1: "Straßen- und Platzgestaltung im Dorf"

Exemplarisch wurden an einigen Stellen im Ort die Elemente für eine ansprechende, dorf- und regionaltypische Gestaltung des öffentlichen Raums aufgezeigt.

Ortseingänge:

Roermonderstraße:
Da noch nicht genau fest liegt, wo die neue K 35n die Roermonderstraße kreuzen wird, wurde sie im Luftbild nur symbolisch dargestellt. Der sehr unattraktive Ortseingang mit Blick rechts auf die Diskothek, ein kahles graues Vorfeld, der ungepflegte alte Bahnhof und links auf einen Schaltkasten Mülltonnen, Maschendraht, Parkreihen wird lediglich durch die Baumgruppe am Anna-Kapellchen positiv abgelenkt. Vorgeschlagen wird eine Baumallee bis zur neuen K 35n bzw. zur Autobahnunterfahrung zu pflanzen. Auch sollte ein Rad-Gehweg zur K 35n angelegt werden. Der Trafokasten und das Privatgrundstück sollten durch eine Schnitthecke verdeckt werden.

Das Anna-Kapellchen wurde von engagierten Bürgern von außen saniert und der Vorbereich aufpoliert. Hier soll jedoch auf weitere Verbesserungen aufmerksam gemacht werden. Wenn man sich heute auf die neue Sitzbank setzt, so ist der Blick auf die Kapelle durch den mächtigen Baumstamm verdeckt. Stattdessen muss der Betrachter auf die hässliche Diskothek, den Verkehr und eine öde Schotterlandschaft blicken. Würde man die Bank mit dem Rücken zur Straße platzieren, fiele der Blick auf das Kapellchen und über die Weite der Äcker. So könnte der Flecken stärker als ein Ort der Besinnung genutzt werden. Die kleinen Jägerzäune sind an diesem Ort unpassend. Wie der Name schon sagt, gehören diese Zäune in den Wald. Hier aber wäre eine ca. 1 m hohe Schnitthecke (Buche, Hainbuche, Liguster oder Weißdorn) zwischen Straße und Bank die richtige Wahl. Zur Feldlage hin sollen am Wegesrand Stauden gepflanzt werden, insbesondere mit Frühblüher Aspekt (Schneeglöckchen, Winterling, Märzenbecher, Krokus; auch Frühsommerpflanzen: Rosen, Rittersporn, Iris, Pfingstrosen; zur Verlängerung des Blühaspektes: Frauenmantel, Katzenminze, Spornblume, Glockenblume). Ansprechender, aber auch pflegeintensiver als die Befestigung des Weges mit Betonplatten, wäre eine wassergebundene Decke (feiner Splitt). So könnte mit relativ geringem Aufwand das Anna-Kapellchen zu einer Perle am Ortseingang Merkens werden.

 

Paulstraße:
Auch für die Paulstraße bietet es sich an, die bislang strukturarme Agrarlandschaft durch eine Allee zu bereichern. Die rechts und links des Ortseingangs befindlichen langen kahlen Mauern oder Zäune sollten eine angemessene Ortsrandeingrünung mit Wildstrauchhecken erhalten.
Für die Alleen oder Baumreihen an der Roermonder Straße und Paulstraße kann man an jeder Lokalität die im Folgenden vorgeschlagenen Arten verwenden: Winter-Linde (Tilia cordata), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Stiel-Eiche (Quercus robur). Aber bitte immer nur eine Art, keine Mischung. Bei der Linde ist unbedingt auf die Verwendung der genannten Sippe zu achten, da es sehr viele Bastarde gibt, die bevorzugt im Handel angeboten werden. Die Arten wachsen zwar allesamt langsamer als die sonst im Ort bereits verwendeten Birken, dafür ergibt sich aber später einmal (in der nächsten oder auch übernächsten Generation) ein außerordentlich prägnantes und wesentlich höherwertiges Bild.

Peterstraße:
Der Ortseingang über die Rur und die geschwungene Straße hat eigentlich schon alle Elemente, die zur Verkehrsberuhigung taugen und dabei eine ästhetische und ökologische Bereicherung darstellen. Die Baumreihe und Hecke zwischen Fahrbahn und Fuß- / Radweg ist unbedingt zu erhalten und bei einem Neubau der Brücke im Zusammenhang mit der K 35n als Gestaltungselement fortzuschreiben.
Unmittelbar hinter diesem Dorfeingang schlägt einem am Gewerbegebiet eine graue und unansehnliche Wüste von der rechten Seite entgegen. Links ist die ungepflegte Mehrzweckhalle fast hinter den Bäumen und Hecken verschwunden. So sollte auf die Eigentümer der gewerblichen Bauflächen eingewirkt werden, dass im Bereich der Parkstreifen, bzw. kurz dahinter, die Baumreihe der linken Seite zu einer Allee ergänzt wird und niedrige Schnitthecken diese verbinden. Erforderliche Zufahrten müssen selbstverständlich frei bleiben, doch kann eine geregelte Zu- und Ausfahrt der Grundstücke für die Betriebsabläufe förderlich sein. Die hohe fensterlose helle Giebelwand könnte zum einen durch ein Kunstwerk oder durch geeignete Fassadenbegrünung aufgewertet werden.
Für die Peterstraße schlagen wir Buche (Fagus sylvatica) oder Hainbuche (Carpinus betulus) vor, da beide Arten sowohl als Baum wie auch als Strauch eingesetzt werden können. Bitte auch hier keine Vermischung der Arten.

Kleine Plätze:

 

Peterstraße Ecke Reginastraße:
Die Einmündung der Wohnsiedlung Reginastraße wurde vor nicht allzu langer zeit durch eine Pflasterung und zwei Sitzbänke zu einem kleinen Platz umgestaltet. Der hohe Versiegelungsgrad, die Betonpflanzkübel, die ohne Sinn irgendwo abgestellt wurden, die Begrenzung zur Straße durch Parkplätze sind hier im Umfeld der historischen Kreuzanlage und den großen Laubbäumen Elemente, die dem dörflichen Erscheinungsbild abträglich sind. Die beiden angrenzenden Privatgrundstücke tragen auf der einen Seite durch eine hohe dunkle Thujahecke und auf der anderen Seite durch einen kahlen Maschendrahtzaun, der den Blick auf einen ungestalteten Vorgarten freigibt, weiter zur Unwirtlichkeit dieses Ortes bei.
Dieser kleine Platz hätte jedoch das Potenzial zu einem dörflichen Treffpunkt in Form eines kleinen „Parks“, der von Alt und Jung angenommen würde. Statt der Versiegelung durch Betonsteinpflaster sollten Wege mit einer wassergebundenen Decke (feiner Splitt) angelegt werden. Vor dem Kreuz bilden diese Wege einen kleinen dreieckigen Platz. Die Sitzbänke könnten so angeordnet werden, dass man sich einander gegenüber sitzt und besser miteinander sprechen kann. Zur Straße hin sollte der Platz mit einer ca. 80 cm hohen Schnitthecke (Buche, Liguster, Weißdorn) geschützt werden. Auf den Parkplatz sollte an dieser Stelle verzichtet werden. Im Einmündungsbereich sollten statt der Hecke niedrige Staudenpflanzen gesetzt werden, um die Sicht für den Verkehr nicht zu behindern. Auf der Westseite der Einmündung sollten zur bessern Betonung der Einfahrtssituation in ein Wohngebiet zwei weitere Laubbäume gepflanzt werden. Wenn auf die Bank an dieser Seite nicht verzichtet werden soll, so kann man sie sich hier auch gut unter dem Baum im Grünen vorstellen. Mit den Eigentümern der Privatflächen sollten Gespräche geführt werden, ob sie nicht eine Einfriedung / Schnitthecke mit standortheimischen Gehölzen vornehmen möchten. Sie könnten so einen Beitrag zur Dorfverschönerung leisten.

Ihr Dorfökologe gibt Vorschläge zur Artenreichen Bepflanzung von Beeten im öffentlichen Raum unter verschiedenen Standortbedingungen. Zwei Beispiele wurden mit Fotos der Pflanzen veranschaulicht. Die Pflege der Beete an den kleinen Plätzen im Ort muss stärker von den Bürgerinnen und Bürgern übernommen werden. Dies stärkt die Identifikation mit Ihrem Dorf. Gemeinsam solche Arbeiten zu verrichten macht Freude und sollte auch mit kleinen Festen oder spontanen Zusammenkünften belohnt werden.
Schattenbeet unter Laubbäumen:
Frühlingsblüher in Gruppen (Schneeglöckchen, Winterling, Märzenbecher, Krokus) zwischen Bodendecker (Kleines Immergrün, Efeu) pflanzen. Bodendecker müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden. Bei älteren Bäumen ist der Boden häufig stark durchwurzelt. Eventuell etwas Erde anschütten, um neuen Wurzelhorizont zu schaffen. Keine Erdanreicherung im unmittelbaren Stammfuß. Dies kann den Gehölzen schaden.
Schattenbeet vor Mauern bzw. Wänden
Efeu und Kletterhortensie (Hydrangea anomala) zur Begrünung der Mauern und Wände. Im Beet: Funkie (Hosta-Arten), Hortensie, Buchs und Nachtviole (Hesperis matronalis) als zweijährige Wildstaude. Auch Farne sind möglich: Frauenfarn (Athyrium filix-femina) und Männlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas).
Sonnenbeete mit Frühsommeraspekt (Juni / Juli)
Pflanzen: Rosen, Rittersporn, Iris, Pfingstrosen. Zur Verlängerung des Blühaspektes: Frauenmantel, Katzenminze, Spornblume, Glockenblume
Sonnenbeete mit Hochsommeraspekt (Juli / August)
Pflanzen: Staudenphlox (Phlox-Paniculata-Hybride), Indianernessel (Monarda), Fingerhut (Digitalis), Taglilien (Hemerocallis), Königskerzen (Verbascum). Als Begleiter: Feinstrahl (Erigeron), Staudenlein (Linum perenne), Salbei (Salvia nemorosa) und Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica).
Sonnenbeete mit Spätsommeraspekt (August / September)
Blutweiderich (Lythrum salicaria), Goldrute (Solidago), Sonnenauge (Heliopsis helianthoides), Dahlien (Knollen sind frostempfindlich und müssen im Spätjahr entnommen werden), Montbretien. Begleiter: Schafgarbe (Achillea-Hybride), Kugeldistel (Echinops), Langblättriger Ehrenpreis (Pseudolysimachion longifolium).

Roermonderstraße / Gertrudisstraße

 

Wir haben hier zum einen eine unübersichtliche Kreuzungssituation in Verbindung mit sehr schmalen Gehwegen für Fußgänger. In jüngerer Vergangenheit hat es hier einen Unfall mit einem Motorradfahrer gegeben. Die Roermonderstraße, eine ehemalige Bundesstraße, ist derzeit noch recht stark befahren. Die Gertrudisstraße bildet die Zufahrtsstraße ins Dorf von der neuen Kreisstraße und der Betriebsstraße entlang des Imissionsschutzwalls. An der Kreuzung befinden sich vier Geschäfte / Dienstleister (Fahrradladen, Drogeriemarkt, Frisör und Eisdiele).
Auf dem kleinen Platz, dessen Verbindung zur Eisdiele leider von den mit Betonsteinpflaster befestigten Zufahrten von vier Garagen geprägt ist, gibt es eine Telefonzelle, eine Sitzecke, ein ungepflegtes Beet mit grauer Betoneinfassung und ein Kreuz des Dürener Architekten und Bildhauer Wolfgang Meisenheimer von 1968 aus Beton. Das Kreuz ist in einem schlechten Zustand, der Beton bedarf an einigen Stellen der Sanierung. Das schmutzige Grau lässt diesen rituellen Ort zu einer traurigen Ecke verkommen.
Auch die Sitzgruppe (Holzpaneele auf Betonsockel) ist ungepflegt. Die Telefonzelle steht ohne räumlichen Bezug wahllos auf dem Platz und versperrt den auf der Bank sitzenden den Blick auf das dörfliche Geschehen. Der Anbau des Gebäudes Gertrudisstraße 2, in dem sich der Frisör befindet, ist mit ortsuntypischen hellgelben Riemchenklinker verkleidet. An der angeschrägten Ecke, wo man eigentlich den Eingang zum Laden vermutet sollte, hängt viel zu hoch ein Werbeschild für den Frisör in einem Rahmen, als wäre es ein Bild im Wohnzimmer. Vor dem Frisör wurde eine Parkbucht für Längsparker angelegt, die von der davor gelegenen Zufahrt aus gemessen 1,5 Parkplatzlänge misst. Die Fußgänger haben hier nur wenig Platz, um vor oder hinter dem Kreuz zur Gertrudisstraße weiter zu gelangen.
Eine Verbesserung dieser Situation wurde in zwei Schritten verdeutlicht. Zum einen könnte man auch ohne hohen Kostenaufwand  mit Farbgestaltung und Pflege diesen kleinen Platz attraktiver machen. Die Bezeichnung "Schießscharte", die das Meisenheimer-Kreuz im Volksmund erhalten hat, lässt nicht gerade eine hohe Identifikation der Merkener Gläubigen mit diesem Kreuz vermuten. Und doch sollte man Wege aufzeigen, um diesem Ort wieder eine spirituelle Bedeutung zu geben. Nach einer Betonsanierung könnte das innere Kreuz vergoldet werden. Streicht man den direkten Kubus darum in einem dunklen Nachtblau, so kommt das Leuchten des Kreuzes noch stärker zur Geltung. Auch steigert es die Assoziation mit „dem Allerheiligsten“ oder einem Tabernakel. Der äußere Kubus würde in einem helleren Graublau gestrichen, um das Aufgehen im Universum zu symbolisieren. Eine Variante zeigt den inneren Kubus in einem dunklen Blutrot. Auch diese Farbe steigert die Leuchtkraft des goldenen Kreuzes und soll symbolisch für das Blut, das Jesus für die Menschheit vergossen hat, stehen. Das Blau des äußeren Kubus übernimmt auch hier die Symbolik des Universums, der Erlösung. Das Kreuz, welches ursprünglich von zwei Seiten identisch war, hat durch den mehrstämmigen Baum einen Rückhalt bekommen und somit auch eine Vorderseite. Um die Bedeutung des Kreuzes für die Gläubigen stärker ins Bewusstsein zu heben, könnte auf der Vorderseite die Form der Skulptur im Pflaster (durch Naturstein) kontrastreich, ähnlich einem Schattenwurf, wiederholt werden. Dann können die Menschen vor das Kreuz treten, sich besinnen oder auch Kerzen / Blumen dort ablegen. Die Sitzgruppe samt Müllbehälter kann durch einen Farbanstrich, der entweder Bezug auf das Meisenheimer Kreuz oder das Postgelb der Telefonzelle nimmt, eine einladendere Ausstrahlung erhalten.
Geht man einen Schritt weiter und packt den Platz und die Kreuzung auch baulich an, so bieten sich hier deutlich mehr Möglichkeiten. Die Telefonzelle sollte neben eine Garagenzufahrt versetzt werden. Weitere niedrige Schnitthecken gliedern den Raum zwischen den Zufahrten und dem Aufenthaltsplatz. Zur Kreuzung hin sollte ein Beet mit attraktiver Bepflanzung (z. B. Rosen) angelegt werden. Verkürzt man an der Gertrudisstraße den Parkplatz auf 1 PKW-Länge, so kann man den halben Stellplatz einem komfortableren Gehweg zugute kommen lassen. Unter der Prämisse, dass nach einem Bau der K35n die Verkehrsbelastung der Roermonderstraße deutlich abnimmt und die Zufahrt ins Dorf über die Gertrudisstraße mehr Bedeutung erlangt, sollte diese Kreuzung mit gleichberechtigten Zufahrten (Rechts vor Links) und einer Reduzierung der Fahrbahnbreiten auf ein Minimum reduziert werden. Bei einer Reduzierung der Fahrbahnbreiten auf 6,0 m (incl. Rinnen) würde man schon eine Verdopplung der Gehwegbreiten erreichen. Insbesondere vor dem Fahrradladen würde man von der Verbreiterung profitieren, ist es doch dort, wenn Radfahrer davor anhalten für andere Fußgänger derzeit viel zu eng. Baut man von Norden kommend eine kleine Verschwenkung in die Fahrbahn ein, so schafft man mehr Blickweiten in die einmündenden Straßen. Baulich sollte jede der Straßen mit einer gepflasterten Querung, die die Kriterien zur Barrierefreiheit berücksichtigen, versehen werden.

Mündlicher Exkurs zur Problematik der Kirchenöffnungszeiten

Da wiederholt Vandalen in der Kirche ihr Unwesen getrieben haben, wurde nach Aussage eines Bürgers die Schließung der Kirche unter der Woche beschlossen. Als Alternative, damit das religiöse Leben sich nicht ausschließlich auf den Sonntag beschränken muss, wird vorgeschlagen, eine "Betergruppe" durch die Gläubigen zu bilden, die gerne in der Woche die Kirche aufsuchen möchten. Wenn jeder sich in einem Stundenplan für bestimmte Zeiten verpflichtet einfach in der Kirche anwesend zu sein, so sollte dies ungebetene Gäste davon abhalten in der Kirche etwas zu demolieren oder zu stehlen. Diese Beter sollen nicht die Aufgabe von Sicherheitskräften erfüllen. Wenn sich zeigen sollte, dass ihre reine Anwesenheit die ungebetenen Besucher nicht von deren Untaten abhalten, so müssen neue Maßnahmen überlegt werden. Doch sollte man die Chance zu diesem sanften Zwischenweg nicht vertun. Wenn sich allerdings keine Gläubigen finden, die ihre Zeit in Besinnung in der Kirche verbringen möchten, so ist auch die Schließung sicherlich kein Verlust für das religiöse Leben in Merken.

Exkurs: Kontraste statt Shared Space

An dieser Stelle wurde ein kritischer Exkurs bezüglich der Mode von "Shared Space" eingeschoben. Der Wegfall von optischen Kontrasten ist zum einen ästhetisch wenig ansprechend, zum anderen behindert es die Orientierung. Straßenbau ist grundsätzlich eine kostspielige Angelegenheit und muss folglich besonders unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Eine komplett gepflasterte Straße, besonders Einmündungsbereiche, die hohe Scherkräfte aufnehmen müssen, ist sowohl in der Herstellung, als auch der Unterhaltung kostenintensiv. Eine Asphaltfahrbahn hingegen eine bewährte wirtschaftliche Lösung. Kombiniert man diese mit Natursteinrinnen und Bordsteinen mit z. B. Basaltvorsatz, so schafft man gestalterisch anspruchsvolle Straßenräume, die durchaus eine Lebensdauer von 60 - 70 Jahren erreichen. Die Beispiele aus Heinsberg-Uetterath zeigen auf, wie man dorfgerechte Straßen, die auch barrierefreien Kriterien gerecht werden, bauen kann, die besonders auch zur Verkehrsberuhigung beitragen. Die optische Begrenzung des Asphaltbandes signalisiert den Autofahrern langsam zu fahren. Überfahrbare Seitenbereiche und ein Bordstein mit nur 3 cm Einbauhöhe schaffen auch in beengten Verhältnissen optimale Ausnutzung für alle Verkehrsteilnehmer. Die Wahl von Hoch- oder Flachborden sollte stets in Abhängigkeit der Verkehrsbelastung entschieden werden.

Enge Straßen mit geschlossener Bauweise

 

Das Beispiel aus Eggersheim, lässt sich auch wunderbar auf die engen Straßen im Ortszentrum von Merken übertragen. Die Reduzierung der Fahrgasse auf 4,50 m incl. der Rinnen gibt die Möglichkeit zumindest einen Seitenbereich auf mindestens 1,50 m zu verbreitern. Ohne Hochborde, sind diese Seitenbereiche auch für Rollstuhl-, Rollator- oder Kinderwagennutzer begeh(fahr)bar. Große Fahrzeuge können das gesamte Straßenraumprofil bei schwierigen Einfahrten nutzen. Parken wäre halbhüftig möglich. Die grundsätzliche Verordnung, dass 3,0 m Fahrgasse frei bleiben muss, ist dabei realisierbar. Ob die Menschen in der jeweiligen Straße, ohne weitere Regelungen, das soziale Verantwortungsbewusstsein haben, ausreichend Platz für Fußgänger frei zu halten, kann man einem Praxistest unterziehen. Dort wo es zu Problemen nach einem Umbau kommt, muss man ggf. mit Parkverboten in bestimmen Abschnitten antworten. Einmündungssituationen sollten, wo immer möglich, darauf untersucht werden, ob Baumpflanzungen möglich sind (Fahrkurven). Auch eine kleine Bank kann an diesen Stellen informelle Treffpunkte bilden, die die Kommunikation unter der Nachbarschaft fördern.

Wohnstraßen mit offener Bauweise

 

Das System der überfahrbaren Seitenbereiche kann auch sehr gut in den Wohnstraßen, insbesondere bei denen, die noch neu gebaut werden, übertragen werden. Überall dort, wo der Platz vorhanden ist, sollten Baumbeete die Aufenthaltsqualität der Straße verbessern. Besonders dort, wo die Gestaltung der angrenzenden privaten Vorbereiche trostlos und wenig ansprechend ist, nimmt die Bedeutung der Straßengestaltung zu. Beim Wechsel der Materialien zwischen Fahrgasse, Rinne, Borden und Seitenbereichen sollte stets auf deutliche Kontraste geachtet werden. Bei der Neuanlage von Wohngebieten darf die Breite der Straßenparzellen eine Gestaltung auch mit "weichen" Elementen (Begrünungen) nicht verhindern. Die Abgrenzung von Beeten oder größeren Grünbereichen zum Gehweg hin sollte immer höhengestaffelt erfolgen, um ein Zuwachsen des Gehwegs zu vermeiden und blinden Menschen eine Leitkante für den Langstock zu geben.

Gassen

Bei den wichtigen Fußwegeverbindungen im Dorf, den kleinen schmalen Gassen, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht durch Stufen vom angrenzenden Gehweg unterbrochen sind. Bei gefährlichen Einmündungssituationen (starkes Gefälle zur Straße hin) könnte eine Geländerbarriere verhindern, dass kleine Kinder mit ihren Rädchen auf die Fahrbahn gelangen. Hässliche Mauern oder Zäune entlang der Gassen sollten mit Efeu begrünt werden, dies beansprucht nur geringen Platz. Grundsätzlich bedürfen auch die Gassen einer regelmäßigen Pflege. Hundekot stört genau dort mehr, wo kein Platz zum Ausweichen vorhanden ist. Auch hier sind die Anwohner gefragt, wenn es um die Aufwertung des Dorfes geht.

Container, Schaltkästen

Auf einer Folie wurde eine kleine Auswahl der in Merken gefundenen Müll- & Recyclingcontainer oder Trafostationen, die nackt im Dorf herum stehen, gezeigt. Eine dörfliche Alternative ist die Eingrünung dieser Standorte durch eine Buchenschnitthecke. In Eggersheim (Gemeinde Nörvenich) sieht man von den Containern kaum noch etwas. Die Leerungsfahrzeuge können die Container über die Hecke hinauf heben. Deutlich muss aber auch erwähnt werden, dass solche Standorte der Kontrolle und Pflege in engen Zeitabschnitten bedürfen. Gerne wird dort auch Müll abgeladen, den man zeitnah beseitigen sollte. Für die einzelnen Standorte im öffentlichen Bereich sollten Paten sich jeweils für einen Standort verantwortlich finden.

Thema 2: "Skaterplatz"

 

Eine Gruppe von Jugendlichen Skatern aus Merken hat zweimal über den Weg des Internets den Wunsch nach Anlage eines kleinen Skaterplatzes in Merken geäußert. Es ist wichtig, die junge Generation in die Dorfentwicklung einzubeziehen. Doch muss auch deutlich werden, dass Veränderungen gemeinsam umgesetzt und geplant werden müssen. Dazu sollten sich diese Jugendlichen für ihren Skaterplatz bei der Detailplanung und auch bei der Baumaßnahme mit einbringen.
Offen sind uns derzeit zwei Fragenkomplexe, für die die Skatergruppe die kompetenten Fachleute sind:
1. Welche Anlagen benötigen die Skater? Wie groß sind diese Einzelanlagen? Und
2. Zu welchen Tages-, bzw. Wochenzeiten werden die Skater ihren Platz vornehmlich nutzen wollen?
Im letzten Jahr haben sich auch die Politiker mehrerer Parteien vor der Wahl für einen Skaterplatz in Düren ausgesprochen. (Interview in den Dürener Nachrichten vom 27.8.2009) Die CDU und die FDP haben den Bau eines zweiten Skaterplatzes auch in ihren Koalitionsvertrag für die Wahlperiode 2009 – 2014 aufgenommen. Ob Merken der richtige Ort für diesen zweiten Platz ist, sollten die Politiker gemeinsam mit dem Kinder- & Jugendparlament entscheiden. Nach Aussage von Bürgern in der Arbeitskreissitzung soll es sogar schon beschlossene Sache sein, bislang aber an Finanzmitteln scheitern.
Aus dorfplanerischer Sicht wäre ein kleiner Platz in Merken ein ganz wichtiger Baustein in der Jugendarbeit. Besonders jetzt, wo das rechtsradikale Spektrum Merken ins Visier genommen hat, müssen alle Kräfte zusammen genommen werden, um zu verhindern, dass Merken sich von einem Dorf zu einem Stadtteil mit sozialem Brennpunkt wandelt. Körperliche Bewegung und Geschicklichkeit sowie das Erleben von Geschwindigkeit sind Grundelemente im Heranwachsen. Wir müssen unseren Heranwachsenden genau dies ermöglichen, damit sie ihre Energie nicht in falsche Bahnen (Gewalt, Zerstörung, Hass) leiten.
Folgende mögliche Standorte für einen Skaterplatz in Merken wurden in der Arbeitskreissitzung vorgestellt:

Vorschlag Roermonder Strasse

Auf einer privaten Fläche am Ortseingang Roermonderstraße, zwischen der Discothek und dem ehemaligen Bahnhof. Von Vorteil ist, dass diese Fläche am Ortsrand Richtung Hoven liegt. Bekannte Differenzen zwischen den Merkener und Hovener Jugendlichen könnten so einen Ort des Miteinanders bekommen und zur Konfliktlösung beitragen. Lärmimissionen spielen an dieser Stelle kaum eine Rolle. Gestalterisch ist die Fläche derzeit öde und könnte somit nur gewinnen. Nachteiliger Aspekt: Die Fläche müsste von der Stadt erworben werden oder es müsste ein langfristiger Pachtvertrag geschlossen werden.

Vorschlag Sportplatz

Im Seitenbereich zwischen der Mehrzweckhalle und dem Sportplatz. Auch hier spielt der Lärmaspekt keine Rolle. Bestimmte Anlagen könnten auch zusätzlich eine willkommene Ergänzung für den Sportplatz darstellen (z. B. Betonmauern zu grinden oder als Sitzmauer bzw. erhöhter Stehplatz beim Fußballspiel) Wenn die Mehrzweckhalle geöffnet ist, können auch die Sanitäranlagen von den Jugendlichen mit benutzt werden. Die Fläche ist bereits in städtischem Besitz.

Vorschlag Schule

Am Schulhof der Grundschule in Kombination mit einem Turnhallenneubau. Der Vorteil läge bei der Vermeidung von zusätzlichen Flächenversiegelungen und der Platz ist zentral gelegen. Kritisch ist die Lärmentwicklung, hier wäre wegen der angrenzenden Privatgärten ein Schallgutachten ratsam. Auch kann dieser Aspekt bei der Anordnung der Neubaukörper Berücksichtigung finden. Da der Schulhof auch unter Verschluss steht, wäre hier die Vereinbarung von Öffnungszeiten mit den Nutzern erforderlich. Andererseits bietet die Kontrolle einen guten Schutz vor Vandalismus.

Vorschlag Schützenplatz

Eine Fläche am Schützenplatz neben dem Bolzplatz. Diese Fläche ist wohl schon in der Vergangenheit diskutiert worden. Günstig sind auch hier die Eigentumsverhältnisse. Der Lärmaspekt bezogen auf die angrenzenden Privatgärten sollte nicht vergessen werden. Gut ist es zentral verschiedene Aktivitäten unterschiedlicher Generationen zu kombinieren. Negativ ist die weitere Versiegelung von Flächen gerade in diesem „Grünen Band“ das sich durch Merken zieht und als solches weiter entwickelt werden soll.

Thema 3: "Seminarreihe für Dorfmacherinnen"

Die der Erfahrung der letzten 15 Jahre, wo wir in Dorfentwicklungsplänen stets "Allgemeine Gestaltungsempfehlungen" gegeben haben, teilweise auch beispielhaft Beratungstage angeboten haben, lässt uns jedoch kritisch auf den Erfolg dieses Teils blicken. Wirklich nachhaltig hat sich dadurch die private Gestaltung der Außenbereiche in den Dörfern nicht verbessert. Es sind nur kleine Tropfen geblieben. Daher möchten wir einen anderen Weg in Form einer Seminarreihe als Pilotprojekt vorschlagen.
Ziel:
Die Menschen im Dorf geben einander kompetente Beratungen und konkrete Hilfen für eine dörfliche & regionaltypische Gestaltung des Außenraums.
Inhalte
Woran erkenne ich den Umgestaltungsbedarf im privaten Bereich von Einfriedungen, Vorgärten, Zuwegungen, Fassaden- oder Dachgestaltungen oder im öffentlichen Bereich von Straßen, Wegen, Plätzen, Grünanlagen?
Was sind regionaltypische Gestaltungselemente?
Welche Pflanzen sind standortheimisch?
Welche technischen Bedingungen müssen beachtet werden? (z. B. Welche Art der Fassadenbegrünung passt zu welchem Fassadenmaterial und –zustand?)
Wo sind die Grenzen meiner Kompetenzen? Welche Fachleute sollte man aufsuchen?
Wie spreche ich meine Mitbürger im Dorf an?
Wo legen wir selber mit Hand an?
Methode
Blockveranstaltung z.B. Samstagsnachmittags ca. 4 Stunden
Theorie innen – Praxis draußen
Literatur / Infobroschüren werden an die Hand gegeben
Abschlusstest und Zertifikat
TeilnehmerInnen
Alle Interessierten, die im Dorf leben ab ca. 12 Jahren (Dadurch bietet man der Jugend mehr Identifikation mit ihrem Dorf)
Finanzierung
Fördermittel auf Landes- oder Kreisebene einwerben
Sponsoren (z. B. ortsansässige Banken & Unternehmen)

Thema 4: "Realisierung der Projekte: Was ist unser Anteil daran? Kurz - Workshop"

 

Die Skizze aus der Zukunftswerkstatt, die die einzelnen Phasen bildhaft darstellte kann auch jetzt wieder zu Hilfe genommen werden, denn wir befinden uns in der letzen Phase der Dorfentwicklungsplanung und müssen wieder Bodenhaftung für die Realisierung bekommen. Es ist einfach, immer nur zu sagen, dass die Stadt oder RWE oder der Kreis oder… erst mal machen solle. Auch wird Ihr Leben in Ihrem Dorf nicht durch das Jammern über nicht vorhandenes Geld besser. Deshalb haben wir uns mit Hilfe von fünf Fragestellungen und der Arbeit in Kleingruppen und Plenum Ihrem ganz persönlichen Anteil an der Dorferneuerung genähert. Dieser ganz persönliche Anteil ist auch auf die Vereine bzw. Gruppen im Dorf bezogen. Die Anteile der anderen Beteiligten werden im Bericht dargestellt werden. Zum Workshop blieben 16 Bürger. Die Einteilung der vier Kleingruppen erfolgte nach dem Zufallsprinzip durch das Ziehen einer Farbkarte.
Auch an diesem Abend haben wir die Regeln der Realisierungsphase in Erinnerung gebracht: Konkret werden, Alles visualisieren, Sich kurz fassen, Themenbezug: Muss
Die Projektliste können Sie als pdf-Datei HIER laden oder auf der Unterseite Maßnahmen einsehen.

Aufgabe 1 in der Kleingruppe:

Wählen Sie aus der Maßnahmenliste je 3 Maßnahmen aus, die Kurzfristig (ca. 1-3 Jahre), Mittelfristig (ca. 3-6 Jahre), Langfristig (ca. 6 Jahre +) realisiert werden sollen!
KURZFRISTIG: K 35n (4x), Anbindung an CWS (2x), Nahversorgung (2x), DSL (2x), Feuerwehrneubau nicht an der MZH, ÖPNV, Eingrünung Container, Skaterplatz am Sportplatz
MITTELFRISTIG: Straßengestaltung Roermonderstraße, Umgestaltung der Straßen, Neugestaltung Dorfmitte (3x), Turnhallenneubau (2x), Sportstätten, Seniorenheim, Bürgerhaus, "Grünes Band" Abschnitt Schützenplatz ohne Bürgerhaus, Nahversorgung sicherstellen
LANGFRISTIG: Gestaltung Immissionsschutzwall, Dorfökologie (eigentlich sukzessive), Neugestaltung Dorfmitte, "Grünes Band" durch Merken (2x), "Grünes Band" Abschnitt Wall - Dümpel, Seniorenzentrum, Bürgerhaus (2x), Umgestaltung der Ortseingänge, Umgestaltung der kleinen Plätze

Aufgabe 2 in der Kleingruppe:

Beschreiben Sie in Stichworten zu einigen Maßnahmen, wie Sie sich oder Ihre Vereine/Gruppen (benennen) konkret an der Realisierung beteiligen können!
-    Patenschaften für Grünflächen in meinem Wohnumfeld
-    Handwerkliche Arbeiten ausführen
-    Mitmenschen aktivieren zur Mitarbeit und Unterstützung
-    Organisation von Projekten (Ausführungspläne, Zeitpläne, …)
-    Konkretes Ansprechen von Vereinen für Kleinprojekte
-    Den Spaten selber in die Hand nehmen
-    Allgemeine (Mit)Planung > IG Merken
-    Sportstätten >Sportvereine & Karnevalsvereine
-    Umgestaltung Dorfmitte & kleine Plätze > IG Merken, Maigesellschaft, Schützen, Karnevalsvereine, anliegendes Gewerbe
-    Vereine und Bevölkerung ansprechen bzgl. Geld, Sachmittel und Hilfe
-    Eine Gruppe für die Planung bilden, die die Zustimmung der Stadt bei baulichen Maßnahmen einholt und z.B. Samstags Arbeitseinsätze macht.
-    Bei der Eingrünung von Containern Pflanzaktionen unterstützen und Heckenschnitt
-    Gassenpflege ("vor der Haustüre")
-    Planungsbeteiligung beim Feuerwehrneubau
-    Gruppen / Vereine „organisieren“
-    Spenden einwerben

Aufgabe 3 im Plenum:

Sie erhalten zwei rote Klebepunkte. Kleben Sie diese vor die Maßnahmen, die Ihnen am wichtigsten erscheinen! Folgende Punktzahlen wurden vergeben:
Umgestaltung der Dorfmitte (1), Umgestaltung von kleinen Plätzen (5), Bau eines Seniorenheims am Dümpel im Zuge des "Grünen Bandes" (1), Bau der K 35n (8), Anbindung von CWS an die K 35n (1), Turnhallenneubau an der Grundschule & Neubau eines Sanitärblocks am Sportplatz (3), Neubau eines Bürgerhauses am Schützenplatz (1), Anlage eines Skaterplatzes (3), Ausbau einer schnellen & stabilen Internetverbindung (3), Entwicklung und Betreiben eines bürgerschaftlich organisierten Nahversorgungsangebots (1), Kirchenöffnung unter der Woche durch eine "Betergruppe" ermöglichen (1), Feuerwehrneubau (2)
Dass der Bau der K 35n Spitzenreiter bei dieser Fragestellung ist, ist nicht verwunderlich, stellt die Planung dieser Straße doch neben dem Tagebau eine der Grundbedingungen für die Dorfentwicklung. So soll an dieser Stelle ein Hinweis an den Kreis gehen, die Bürger fortlaufend über den Stand der Planungen zu informieren, denn selber können sie bei dieser Maßnahme kaum etwas beitragen.
Den zweiten Schwerpunkt sehen die Merkener in der Gestaltung des Außenraums und hier besonders der Punkte im Dorf, die Treffpunkte und Kommunikationsorte sind und somit das soziale Leben entscheidend prägen. (Plätze, Dorfmitte, Skaterplatz, Turnhalle, Internet)

Aufgabe 4 in der Kleingruppe:

Wählen Sie gemeinsam die Maßnahme aus, die am Beginn der Dorferneuerung mit Ihrem Engagement stehen soll!
-    Umgestaltung der kleinen Plätze incl. der Eingrünung der Container
-    Umgestaltung des Platzes mit dem Meisenheimer Kreuz (Roermonderstraße / Gertrudisstraße)
-    Neugestaltung Dorfmitte
-    Im Dorf verteilt kleine Punkte umgestalten (Beetgestaltung)
-    Akzente verteilt setzen

Aufgabe 5 im Plenum:

Sie erhalten zwei gelbe Klebepunkte. Kleben Sie diese vor die Maßnahmen, die als erstes realisiert werden sollten!
Folgende Punktzahlen wurden vergeben:
Umgestaltung der Dorfmitte (7), Umgestaltung von kleinen Plätzen (5), Eingrünung verschiedener Containerstandorte (2), Verkehr insgesamt (1), Bau der K 35n (1), Infrastruktur insgesamt (1), Turnhallenneubau an der Grundschule & Neubau eines Sanitärblocks am Sportplatz (1), Renaturierung des Schlichbachs (1), Anlage eines Skaterplatzes (1), Ausbau einer schnellen & stabilen Internetverbindung (6), FKK-Strand am Restsee (1), ÖPNV (1), Kirchenöffnung unter der Woche durch eine "Betergruppe" ermöglichen (1), Feuerwehrneubau (3).

Mit wenigen Ausnahmen zeichnet sich bei dem Projekt, welches am Anfang stehen sollte ein ähnliches Bild ab wie bei der Bewertung der Wichtigkeit für das Dorf. Auch wenn bei dieser Frage nicht primär das Bürgerschaftliche Engagement für die Maßnahme im Vordergrund stand, so wird deutlich, dass ein Projekt, bei dem die Merkener selber mit Hand anlegen können, welches keinen langwierigen Genehmigungsprozess durchlaufen muss, welches finanziell im unteren Level angesiedelt ist und bei den Mitbürgern Bewunderung hervorruft das geeignetste Projekt für den Beginn der Dorferneuerung ist. Die Umgestaltung eines der kleinen Plätze und die Eingrünung einiger Containerstandorte sind da sicherlich die richtige Wahl. Die Dorfmitte bedarf noch einer größeren Vorplanung. Außerdem ist diese Gestaltung von der Reduzierung des Verkehrs abhängig, die erst nach dem Bau der K 35n erfolgen wird. Zeitgleich sollten die Bemühungen um eine schnelle & stabile Internetverbindung weiter voran getrieben werden. Da hierbei unterschiedliche Akteure zum Einsatz kommen sollten diese Maßnahmen zeitgleich möglich sein.

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